Der Auszug aus unserem Gemeinschaftshaus in Basel ist vollzogen.

Unser Sekretariat und unser Gemeinschaftstreffpunkt ist nun an der Neubadstrasse 95. Der Eingang  ist durch den Garten an Kaltbrunnenpromenade – gut zu erreichen mit Tram Nr. 8 bis Laupenring.

Unsere Postanschrift ist:
Katharina-Werk
Neubadstrasse 95
4054 Basel
Tel.: +41 61 307 23 23


Mehr Informationen zu unserem Umzug finden Sie auch in der aktuellen Ausgaben von Katharina live –hier als pdf!


Abschied vom Gemeinschaftshaus an der Holeestrasse
(Dieser Artikel von Sylvia Laumen erschien Anfang Oktober 2017 in „Kirche heute“)

Mehr als 100 Jahre war unsere Gemeinschaft an der Holeestrasse in Basel beheimatet. Nun nehmen wir vorläufig Abschied von hier und würdiegen noch einmal die Geschichte dieses Ortes.
Die Gründerinnen um Marie Frieda Albiez widmeten ihre ganze Frömmigkeit und Kraft der «Rettung von Seelen», indem sie sogenannten «gefallenen» Mädchen und jungen Frauen aus schwierigen Lebensverhältnissen neue Perspektiven gaben: einen geregelten Alltag, verlässliche Beziehungen und eine solide berufliche Ausbildung. Mit dem Geld, das sie durch eine Glätterei an der Klybeckstrasse 62 verdienten, konnten die Frauen 1913 ein Bauernhaus an der Holeestrasse 115/119 kaufen.
Der frisch gegründete Frauenbund steuerte Geld für die notwendige Ausstattung bei. So fing es an.

 

Antworten auf die Not der Zeit
Zwischen 1924 und 1928 wurde dann das neue Katharinaheim an der Holeestrasse errichtet.

Es bot Platz für ca. 70 Mädchen im Alter zwischen 15 und 18 Jahren. Bis zur Schliessung des Heims 1974 erhielten dort ca. 2700 junge Frauen eine Ausbildung in Wäscherei, Glätterei, Näherei, Haushalt und Garten. Die Schwestern teilten mit ihnen als Erzieherinnen und Lehrmeisterinnen rund um die Uhr Freuden und Nöte, Arbeit und Freizeit. 
Das Katharina-Werk eröffnete 1932 gleich nebenan an der Holeestrasse 123 die heilpädagogische Beobachtungsstation «Sonnenblick». Sie wurde 1940 nach Kastanienbaum an den Vierwaldstätter See verlegt. Das Haus an der Holeestrasse wurde zunächst als Mutterhaus weitergenutzt und 1964 durch einen Neubau, das bisherige Gemeinschaftshaus, ersetzt. 1974 wurde das alte Katharina-Heim abgerissen und 1975 eröffnete der Verein «Ökumenisches Altersheim Neubad» an diesem Ort das Altersheim. 2003 weitete sich das Altersheim durch ein wachsendes Angebot von Kinderbetreuungsmöglichkeiten zum Generationenhaus aus. 
Unsere Angebote gehen weiter
In den letzten Jahren diente unser Gemeinschaftshaus an der Holeestrasse sowohl als «Mutterhaus» für unsere Gemeinschaft wie auch als Geistliches Zentrum für Menschen aus Basel und Umgebung. Meditationsangebote, Wüstentage, Geistliche Begleitung und Zen standen ebenso auf unserem Veranstaltungskalender wie interreligiöse Begegnungen und Exerzitienangebote.
Doch im Laufe der vergangenen Jahre wurde unsere Hausgemeinschaft altersbedingt kleiner – der Bedarf an Pflegeplätzen für Senioren und Betreuungsplätzen für Kinder im Quartier aber immer grösser. So entschieden wir uns, ein weiteres Mal auf die Not der Zeit zu hören und Raum zu schaffen für einen Neubau des Generationenhauses Neubad. Einige Mitglieder ziehen nun für den Übergang in Wohnungen, kleine Wohngemeinschaften oder schon ins Generationenhaus, damit unser Haus abgerissen werden kann und das Gelände für den notwendigen Neubau zur Verfügung steht. In einigen Jahren, wenn die neue Überbauung fertig ist, werden wir dann neue Räume an der Holeestrasse 117-119 beziehen.
Doch nach wie vor bieten wir Menschen Möglichkeiten, eine zeitgemässe Spiritualität für ihr Leben zu entdecken, denn aus der anfänglichen Sorge um die «Rettung der Seelen» hat sich unter anderem eine moderne Seel-Sorge entwickelt. Die Basler Angebote finden künftig im Pfarrhaus Allerheiligen, Neubadstrasse 95, und im neuen Meditationszentrum Kanzeon ZENdo an der Solothurnerstrasse 50 statt.