Erfüllt und gestärkt verliess ich heute unsere Kirche St. Franziskus in Riehen nach einem besonders nährenden  Abendgebet/Gottesdienst. Nicht nur weil ich zusammen mit anderen Frauen diese liturgische Feier mitgestalten durfte, sondern weil die tragenden Elemente mich als Mensch ganzheitlich und sinnlich angesprochen und berührt haben.

Erfahrungsbericht aus dem 1. JuniaGottesdienst in St. Franziskus in Riehen
in Verbindung mit dem Gebet am Donnerstag um Veränderungen in der Kirche

Da war zur Einstimmung  zarte, klassische live Gitarrenmusik, die auch immer wieder zwischen den gelesenen Texten und Gebeten und als Gesangsbegleitung erklang.

Eine sehr aktuelle und dichte Schriftlesung (Römerbrief 12, 1-13 aus der Bibel in gerechter Sprache) die mich in dieser Übersetzung – obwohl altbekannt – ganz neu berührt hat, vor allem im gemeinsamen Teilen des Wortes, wo jede/r (es war auch ein Mann unter den 15 Teilnehmerinnen dabei) einen Satz, der ihn oder sie berührte in die Stille hinein aussprechen konnte: z.B. Schwimmt nicht mit dem Strom… erneuert euer Denken… freut euch weil ihr Hoffnung habt/ haltet durch, wenn ihr in Not seid, und hört nicht auf zu beten

Die eindrückliche JuniaLitanei verband uns mit einer grossen Schar von  Frauen: Ahninnen der Thora (Eva, Hagar und Rebekka, Mirjam….), mit Prophetinnen und weisen Frauen (Noemi und Ruth, Debora…), mit unseren Müttern der Jesusgemeinschaft (Maria, Hanna, Maria Magdala…) mit unseren Schwestern der Urkirche (Junia, Lydia, Priska…), mit unseren Ahninnen des Mittelalters (Clara v. Assisi, Hildegard v. Bingen, Katharina v. Siena, Teresa von Lisieux…) mit unseren Müttern der neueren Kirchengeschichte (Sojourner Truth, Dorothee Sölle, Mercedes Sosa…) uvm. Diese Anrufungen wurden immer wieder mit einem stimmigen, kurzen Liedruf unterbrochen.

Ergreifend war für mich auch der meditative, mehrfach wiederholende franziskanische Gesang mit entsprechenden Gebärden:  O Signore fa di me un instrumento della tua pace (Gott mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens). Dazu standen wir alle im Kreis um die von uns gesegneten kleinen Brötchen, die wir dann auch gemeinsam mit Gitarren-Begleitung in aller Ruhe verzehrten.

Wie gut, dass so etwas bei uns in der Kirche endlich möglich ist: gemeinsam gestalten und feiern! Mit Jesus und all seinen Jüngerinnen – wobei die Jünger nie ausgeschlossen sind.

Grossen Dank an alle Mitwirkenden: Dorothee Becker, Barbara David, Monika Hungerbühler, Barbara Wälty und Sylvia Laumen, ktw, die mit grossem musikalischen Feingefühl die Feier untermalte und bereicherte.

Eliane Flach

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