Am Wochenende 17.-19. September traf sich der Freundeskreis des Katharina-Werks auf der Insel Reichenau zu seinem Jahrestreffen. Thema war, wie im letzten Jahr «Wohin wollen wir wachsen ?», auf der Grundlage der Bücher von Marion Küstenmacher zur Bewusstseinsbildung.

Nach dem Abendessen erfolgte die offizielle Begrüssung der 20 Teilnehmenden durch unsere Präsidentin, Ursula Utz.

Anschliessend führte uns Hildegard Schmittfull mit ihrem Vortrag in das Thema des Wochenendes ein. Als Gruppe können wir einen gemeinsamen «Wir-Raum» schaffen, d.h. ein integratives Bewusstseinsfeld, das sich von unserem Alltags-Wir unterscheidet. Wenn wir als Einzelne authentisch sind und einander wirklich zuhören, d.h. dem Ganzen mit Energie, Aufmerksamkeit und Hingabe folgen, entsteht ein Strom der Lebendigkeit, woraus tieferes Verständnis und ein zunehmend spürbares Feld erwächst. Die zunehmende Komplexität der Probleme, mit denen wir weltweit konfrontiert werden, erfordert einen solchen evolutionären Dialog, eine Bewegung in Richtung Integration.

In ihrem Vortrag am Samstag Vormittag nahm Hildegard das Thema vom Vortag auf und vertiefte es. Sie zeigte uns die 9 Bewusstseinsstufen nach Marion Küstenmacher auf.

In der Gruppenarbeit tauschten wir uns aus über unsere spirituelle Entwicklung von der Jugend an zum Erwachsenen und welche Stufen wir in uns wahrnehmen.

Im Vortrag am Nachmittag befasste sich Hildegard, im Kontext der Bewusstseinsentwicklung, mit dem Thema «Haben unsere Kirchen eine Zukunft?».

Die religiösen Traditionen sind in den magischen und mythischen Epochen entstanden Schon die damaligen Religionsgründer waren visionär und mit ihrem Bewusstsein weit ihrer Zeit voraus. Heute leben wir in einem Zeitalter der Fragmentierung. Die zunehmende Komplexität überfordert die Institutionen. Die menschliche Begrenzung des Geistes und die nationalen Staaten fassen nicht das Ganze.

In dieser Krise braucht es etwas völlig Neues – eine De-Institutionalisierung der Religionen. Wir sind global geworden, deshalb brauchen wir ein planetarisches Bewusstsein. Wir müssen lernen, wie ein Planet zu denken und wir müssen komplexe Zusammenhänge verstehen, d.h. eine integrale Weltgemeinschaft werden und auf unterschiedlichen Ebenen spirituell-politisch denken.

Unter verschiedenen Aspekten haben wir uns in Kleingruppen intensiv mit dem Thema «Kirchen» auseinandergesetzt.

Wiederkehrende Tänze, geleitet von Irmgard Schmid-Fäh und Helena Häberli begleiteten und verinnerlichten die Prozesse.

In der Mitgliederversammlung wurde u.a. der Vorstand gewählt. Die amtierenden Vorstandsmitglieder stellten sich erneut zur Wahl. Zusätzlich wurde Gabriele Schröder als neues Vorstandsmitglied gewählt. Der neu gewählte Vorstand besteht aus folgenden Mitgliedern: Ursula Utz (Präsidentin), Dieter Zimmermann, Marinette Grolimund, Gabriele Schröder, zusätzlich Katharina Burgdörfer als Kontaktperson zum Katharina-Werk.

Aus dem Freundeskreis kam der Vorschlag, die Mitgliederversammlung künftig per Zoom durchzuführen.

Katharina Burgdörfer berichtete dann über die Entwicklungen im Katharina-Werk und gab uns einen Überblick über die Aktivitäten und Projekte, die auf der neu gestalteten Homepage zu finden sind.

Zum Ausklang des Samstagabends setzten wir uns rund ums Lagerfeuer, das von Dieter organisiert worden war, an den Strand. Der leuchtende Abendhimmel und der Sonnenuntergang inspirierten uns zu manchem Lied, einstimmig oder auch im Kanon gesungen.

Am Sonntag Vormittag wurden im Rahmen des Gottesdienstes die neuen Mitglieder Christine Steiner, Annerose und Johannes Maier als neue Mitglieder im Freundeskreis begrüßt und gesegnet.

Gabi Schröder

 

 

 

 

 

 

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