Miteinander auf dem Weg

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Für eine Hoffnungskultur
„Aufbruch nach innen und nach unten“: Zu diesem Thema trafen sich am 25. März 2023 rund 90 Personen aus verschiedenen christlichen Bewegungen/Gemeinschaften aus der Schweiz im Dialoghotel Eckstein in Baar.

«Realität anerkennen, trauern können und hoffen wagen: drei dringende prophetische Aufgaben» – das war der Titel des Haupt-Referates an der diesjährigen ökumenischen Tagung «miteinander unterwegs». «Es braucht diese drei Dinge, damit wir bestehen können:
– Wirklichkeitssinn, um nicht völlig verunsichert zu werden;
– Trauerarbeit, wo man sonst verdrängt, und nicht wahrhaben will, dass Gott und die Welt nicht unseren Erwartungen entsprechen;
– und Hoffnung, wo Hoffnungslosigkeit sich breit macht, weil ‘die guten alten Zeiten’ vorbei sind», erklärte Referent Alexander Bischoff, Mitglied und Mitgründer der Communität Don Camillo in Montmirail NE.
Weitere Aufbruchs- und Hoffnungsgeschichten, u.a. die Entstehungsgeschichte des Familien-Stadtklosters in Bern, bestärkten die Anwesenden: «Das ‚Miteinander‘ war stark spürbar. Durch den tiefen Austausch wurden wir Geschwister in Gott – aus ganz unterschiedlichen Bewegungen und Gemeinschaften», sagte eine Teilnehmerin. «Dieser Tag hat mich in der Hoffnung bestärkt, dass der Glaube eine Zukunft hat – durch das Miteinander – wie sonst!»
Es folgte ein Mittagessen, das als Agapemahl gestaltet war: in Tischgemeinschaften, in denen bewusst die Angehörigen der verschiedenen Gemeinschaften gemischt ins Gespräch kamen. «Es war offensichtlich, dass wir in unseren verschiedenen Gemeinschaften von vielem Abschied
nehmen müssen, aber auch Neues versuchen», sagt Brigitta Filliger. «Dieser Austausch war aber nicht traurig, sondern erfüllt von Realismus und Hoffnung.» Die kreativen Workshops am Nachmittag boten die Chance, Hoffnung und Aufbruch in Tanz, Gedicht, Gesang und auch in Gesprächen über das Referat zu vertiefen.

Sylvia Laumen vom Katharina-Werk leitete einen Workshop mit einem Bibliolog zum Thema „Bei euch aber soll es nicht so sein!“
Am Vormittag hatte sie in ihrer „Hoffnungsgeschichte“ vom spannenden Prozess über die Einführung der Soziokratie als neuer Organisationsform  ihrer Gemeinschaft berichtet, in der gemeinsam unter Einbeziehung aller Mitglieder „regiert“ wird.
Der Bericht vom internationalen Treffen mit 45 christlichen Bewegungen und Gemeinschaften in Porto vom 11.-13. November öffnete den Blick auf das europäische Miteinander, dessen alte-neue Mission «Brücken bauen» ist: dank der Charismen, die diese verschiedenen Bewegungen beseelen. Begeistert stellte die 19jährige Miriam aus Timisoara, Rumänien, das ökumenische Jugendfest vor, das vom 1.-7. Mai unter dem Motto «Gemeinsam im Licht Christi gehen» in Timisoara stattfinden wird. Im November dann wird diese Stadt ihre Tore für das internationale Trägerkreistreffen von
„Miteinander für Europa“ öffnen.
Zum Abschluss feierten alle eine einfache, vom Lobpreis erfüllte Liturgie, in der die Teilnehmenden das Bündnis der gegenseitigen Liebe, Grundlage ihres Miteinanders, erneuerten.

Eine Kostprobe aus dem Workshop «Elfchen/dichten»:
Realität
kann erdrücken
beschreibt das Leben
ich möchte sie anschauen
Mut

Homepage der Miteinander Bewegung Schweiz
Homepage des Internationalen „Miteinander für Europa“

Bildquellen

  • 20230325_102916: Foto: Sylvia Laumen

Ökumene und Kirche

Ökumene und Kirche

Alle sollen eins sein

Diese Vision trägt uns, wenn wir uns für die christliche Ökumene engagieren, innerhalb und ausserhalb unserer Gemeinschaft. Verschiedenenheit ist für uns gegenseitige Bereicherung, oft auch eine Herausforderung, die uns wachsen lässt.

Viele unserer Mitglieder sind in verschiedenen Kirchen und christlichen Traditionen verwurzelt und sind in ihren Ortskirchen und regionalen und überregionalen Projekten aktiv.

Im ökumenischen Zusammenschluss von christlichen Gemeinschaften und Bewegungen unterstützen wir das Miteinander für Europa. In der Schweiz sind wir in der Spurgruppe vertreten. In diesen ökumenischen Zusammenschlüssen von christlichen Gemeinschaften ist bereits vieles von dem möglich, worum in den Kirchen noch gerungen wird.

Ein besonderes Anliegen ist uns die Erneuerung der Kirchen und die Gleichberechtigung von Mann und Frau in den Kirchen. Deshalb engagieren sich einige bei Maria 2.0 (Deutschland), in der #JuniaInitiative (Schweiz) und unterstützen Voices for Faith (International).

Als Gesamtgemeinschaft haben wir uns der  Allianz Gleichwürdig Katholisch (AGK) angeschlossen, die sich für eine gleichberechtigte, glaubwürdige und solidarische römisch-katholische Kirche einsetzt. In der AGK sind wir mit vielen Einzelpersonen, Organisationen, Initiativen und Verbände mit der Vision #GleicheWürdeGleicheReche in einem losen Netzwerk verbunden.

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