Peace Camp in Bosnien

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An diesem Wochenende beginnt das seit vielen Jahren jährlich stattfindende Peace Camp in Bosnien. Denn nach wie vor ist der Frieden im Land zwischen den verschiedenen Entitäten brüchig und die Kriegswunden sind noch lange nicht verheilt.

Umso wichtiger, dass die Jugendlichen, die nach dem Balkankrieg aufwachsen, andere Erfahrungen machen können und nicht vom immer wieder aufkommenden Nationalismus und von Vorurteilen und Stereotypen beeinflusst werden, die den Frieden gefährden. Bewusst wollen Vahidin Omanovic und Mevludin Rahmanovic dem positive Gemeinschaftserfahrungen entgegensetzen. Wenn sich junge Menschen mit bosnischen, serbischen und kroatischen Wurzeln und verschiedenem religiösen Background kennenlernen, können wichtige Schritte in Richtung Versöhnung und Heilung geschehen und die im Land „zelebrierten“ Feindbilder abgebaut werden.

Vahidin Omanovic und Mevludin Rahmanovic wissen, wovon sie sprechen, denn sie selbst sind über die persönlichen Erfahrungen in den Peace Camps des Katharina-Werkes nach dem Krieg durch diese schmerzhaften Heilungs- und Versöhnungsprozesse gegangen und haben sich seitdem im CIM-Friedenszentrum der Friedensarbeit verschrieben. Neben den Peace Camps gibt es dort ganzjährig Friedensarbeit mit Kindern und Jugendlichen vor Ort, mit Volontär*innen aus der ganzen Welt und durch Referententätigkeiten der beiden z.B. in der gewaltfreien Kommunikation und in der Genozid-Prävention und bei Internationalen Friedenstreffen. Mehrfach wurde ihre Arbeit bereits international ausgezeichnet.

Mevludin Rahmanovic

Peace Camp Bosnien 2024

Wie schön, dass die Erfahrungen so nachhaltig wirken und Früchte tragen.

Mehr über die Arbeit von CIM (Center for Peacebuilding in Sanski Most) gibt es hier (Link)

Bildquellen

  • Mevludin Rahmanovic: CIM
  • Peace Camp Bosnien 2024: CIM
  • Gruppenbild: Center for Peacebuilding, Sanski Most, Bosnien (CIM)